Young Portuguese Architecture
THE SIXTH GENERATIONÖffnungszeiten
Montags bis freitags:
10 bis 17 Uhr (außer an Feiertagen)
Samstags: geschlossen
Vernissage: Samstag, 25. April, ab 17:00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 25. April bis 04. Juni 2026
Sonntag, 3. Mai: 11:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag, 17. Mai: 11:00 bis 18:00
Donnerstag, 28. Mai: 10:00 bis 20:00 (also 17-20 züsätlich)
Samstag, 30. Mai: 11:00 bis 18:00
Donnerstag, 4. Juni (Fronleichnam/letzter Tag): 13:00 bis 20:00
Ort und Anfahrt
FORUM
Venloer Straße 19
50672 Köln
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Für den Besuch der Ausstellung sollten Sie rund 30 Minuten Zeit mitbringen. Der Eintritt ist frei!
Erwünscht ist eine Voranmeldung. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung über unser Onlineformular.
YOUNG PORTUGUESE ARCHITECTURE – THE SIXTH GENERATION
Die Ausstellung gibt anhand ausgewählter Projekte einen konzentrierten Einblick in das Entstehen einer neuen Generation portugiesischer Architektinnen und Architekten. Im Mittelpunkt stehen Positionen, die unter den besonderen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Bedingungen des frühen 21. Jahrhunderts entstanden sind und die zeitgenössische Architektur Portugals mit neuen Perspektiven bereichern.
Die präsentierten Arbeiten zeigen eine bemerkenswerte Vielfalt an Haltungen und Strategien: von präzise kontextbezogenen Eingriffen im Bestand über experimentelle Entwurfsansätze bis hin zu international geprägten Arbeitsweisen. Gemeinsam ist ihnen ein reflektierter Umgang mit Raum, Material und sozialer Verantwortung, der die lange Tradition portugiesischer Architektur fortschreibt und zugleich kritisch weiterentwickelt.
Durch die Zusammenführung biografischer Informationen, individueller Karrierewege und eines Überblicks über die prägenden historischen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen wird ein möglicher Generationszusammenhang sichtbar gemacht. Die Ausstellung versteht Generation dabei nicht als starre Kategorie, sondern als offenes Geflecht aus geteilten Erfahrungen, Diskursen und Fragestellungen, die eine gemeinsame Haltung erkennen lassen.
Gleichzeitig ist die Ausstellung Teil einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit der Architektur Portugals, die den Kurator Carsten Land seit fast drei Jahrzehnten begleitet. Sie knüpft an frühere Untersuchungen an und erweitert den Blick um aktuelle Entwicklungen, die das architektonische Selbstverständnis einer jungen Generation im Spannungsfeld zwischen lokaler Identität und globaler Vernetzung prägen.
So entsteht ein facettenreiches Bild einer Architektur, die sich bewusst in eine gewachsene Tradition stellt, zugleich aber neue Wege sucht – sensibel, kritisch und zukunftsorientiert.
Programm der Vernissage
17.00 Uhr: Opening
18.00 Uhr: Begrüßung der Teilnehmer
Einleitung: Dr. Felix Feldhofer, Referent für Forschungsprojekte und Netzwerke in Stadtplanung & Mobilitätsinfrastruktur
Rede: Carsten Land, Kurator
Ansprache: Dipl.-Ing. Markus Schmale, Architekt BDA, Vorstandsvorsitzender der Stiftung
18.45 Uhr: Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Rundgang durch das FORUM sowie zur Beantwortung von Presseanfragen und gegebenenfalls zu Einzelinterviews. Für Ihr leibliches Wohl wird gesorgt.
Um Anmeldung zur Vernissage am 22. April 2026 über das Anmeldeformular wird gebeten.
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Eine neue Generation portugiesischer Architektur entsteht im Spannungsfeld von Wandel, Experiment und Verantwortung – geprägt von den Bedingungen des 21. Jahrhunderts. «
Kontinuität und Aufbruch: Die sechste Generation portugiesischer Architektur
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts hat Portugal mehrere bedeutende Generationen von Architektinnen und Architekten hervorgebracht, deren Arbeiten in engem Zusammenhang mit den Entwicklungen der architektonischen Moderne stehen. Ihre Positionen lassen sich sowohl durch die jeweiligen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen ihrer prägenden Jahre verstehen als auch durch die gemeinsamen Fragestellungen, mit denen sie auf die Herausforderungen ihrer Zeit reagierten.
Diese Generationen verbindet ein kontinuierlicher Diskurs über die Rolle von Architektur in einer sich wandelnden Gesellschaft – von der Auseinandersetzung mit Internationalität und regionaler Identität bis hin zu Fragen des sozialen Wohnungsbaus, der Transformation historischer Kontexte und der Bedeutung von Materialität und Konstruktion. Trotz individueller Haltungen lassen sich wiederkehrende Themen und Methoden erkennen, die die portugiesische Architektur bis heute prägen.
Fünf dieser Generationen werden in der Ausstellung benannt und anhand eines Zeitstrahls in ihren historischen Kontext eingeordnet. Die chronologische Übersicht verdeutlicht, wie sich architektonische Positionen im Spannungsfeld von Kontinuität und Veränderung entwickeln und wie sich spezifische kulturelle Bedingungen in einer eigenständigen architektonischen Haltung niederschlagen.
Eine neue Generation formt das architektonische Portugal
Seit der Jahrtausendwende haben sich die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erneut grundlegend verändert. Globalisierung, digitale Arbeitsweisen, neue Formen der Mobilität sowie tiefgreifende wirtschaftliche Umbrüche haben die Voraussetzungen architektonischer Praxis nachhaltig verschoben. Diese Entwicklungen beeinflussen nicht nur die Arbeit etablierter Architektinnen und Architekten, sondern bilden zugleich den Hintergrund, vor dem eine neue Generation herangewachsen ist.
Die Ausstellung versucht, diese aufstrebende Gruppe zu identifizieren und in ihren gemeinsamen Bezugspunkten zu charakterisieren, ohne dabei die Individualität der einzelnen Positionen zu nivellieren. Im Zentrum stehen die Ateliers und ihre Arbeiten, die ein breites Spektrum zeitgenössischer Ansätze repräsentieren – von lokal verankerten Strategien bis hin zu international vernetzten Praktiken, von experimentellen Formaten bis zu präzisen ausgearbeiteten baulichen Interventionen.
Neben den gezeigten Projekten berücksichtigt die Ausstellung auch die biografischen Wege der beteiligten Architektinnen und Architekten sowie die kulturellen, politischen und ökonomischen Bedingungen, die ihre Entwicklung geprägt haben. Auf diese Weise werden die präsentierten Positionen nicht isoliert betrachtet, sondern in einen möglichen Generationszusammenhang eingeordnet.
Die sechste Generation erscheint dabei nicht als homogene Gruppe, sondern als offenes Feld unterschiedlicher Haltungen, die gemeinsam ein neues Kapitel der portugiesischen Architektur aufschlagen. Ihre Arbeiten reflektieren die Herausforderungen der Gegenwart und formulieren zugleich Perspektiven für die Zukunft der Disziplin – sensibel im Umgang mit dem gebauten Erbe, präzise in der Gestaltung und aufmerksam gegenüber den gesellschaftlichen Aufgaben von Architektur.
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Auffällig ist, dass es vor allem ephemere Werke sind, die dieser Generation bisher die Möglichkeiten boten, sich zu beweisen. «
Ideen, Wege, Räume: Werke und Ateliers der sechsten Generation
Die Ausstellung präsentiert zwölf realisierte Bauwerke anhand von Fotografien, Zeichnungen, Texten und Modellen. Die Auswahl verdeutlicht nicht nur die gestalterischen und konzeptionellen Fähigkeiten ihrer Architektinnen und Architekten, sondern vermittelt durch die Vielfalt der Bauaufgaben, Maßstäbe und Kontexte auch ein Bild jener gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen diese Generation ihre ersten Projekte verwirklichen konnte.
Die Bandbreite der gezeigten Arbeiten reicht von kleinmaßstäblichen Interventionen bis zu komplexeren Bauaufgaben und spiegelt damit die Realität einer jungen Praxis wider, die sich unter oft herausfordernden ökonomischen Bedingungen etablieren musste. Zugleich wird sichtbar, wie differenziert diese Generation auf bestehende Orte reagiert, mit begrenzten Ressourcen arbeitet und neue Spielräume innerhalb der gegebenen Strukturen erschließt.
Ein zentrales Element der Ausstellung bilden die zu jedem Werk gehörenden „Pinnwände“. Sie öffnen den Blick hinter das fertige Projekt und machen den Entstehungsprozess nachvollziehbar. Skizzen, Studien, Referenzen, Materialien und begleitende Texte dokumentieren die gedanklichen und gestalterischen Schritte der Ateliers und veranschaulichen ihre jeweiligen Arbeitsmethoden, Fragestellungen und Absichten. Auf diese Weise wird Architektur nicht nur als Ergebnis, sondern als kontinuierlicher Prozess des Suchens, Prüfens und Präzisierens erfahrbar.
Positionen im Entstehen: Arbeitsweisen der jungen portugiesischen Architektur
Die beteiligten Teams – depA, Diogo Aguiar Studio, Fabio Baldo & Ana Paisano, fala, JQTS, JTVQ, NMS, OODA, pontoatelier, R/C Rés do Chão und SIJOMA – vereinen insgesamt 28 Architektinnen und Architekten in 14 Ateliers aus unterschiedlichen Regionen Portugals. Jedes Büro ist mit einem exemplarischen Werk vertreten, das stellvertretend für seine Haltung und Arbeitsweise steht.
Die Auswahl umfasst einige der profiliertesten jungen Büros des Landes und zeigt zugleich die Vielfalt der Wege, auf denen sich eine architektonische Praxis heute entwickeln kann. Unterschiedliche Ausbildungsbiografien, internationale Erfahrungen, kollaborative Arbeitsformen sowie neue organisatorische Modelle prägen das Selbstverständnis dieser Generation ebenso wie ein bewusster Umgang mit den spezifischen kulturellen und materiellen Bedingungen Portugals.
Kurze biografische Porträts geben Einblick in Herkunft, Ausbildung und prägende Einflüsse der beteiligten Architektinnen und Architekten. Ergänzt durch eine Auswahl weiterer Arbeiten und wichtiger Stationen zeichnen sie die noch junge Geschichte der Ateliers nach und machen sichtbar, wie sich individuelle Interessen, Kooperationen und Erfahrungen zu eigenständigen Positionen verdichten.
In ihrer Gesamtheit vermitteln die Ateliers ein vielschichtiges Bild einer Generation, die sich durch Offenheit, Experimentierfreude und eine hohe Sensibilität gegenüber Kontext und Gesellschaft auszeichnet. Ihre Arbeiten stehen exemplarisch für eine Architekturpraxis, die unter veränderten Bedingungen neue Strategien entwickelt und dabei das disziplinäre Selbstverständnis kontinuierlich erweitert.
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Zwölf Werke zeigen nicht nur gestalterische Qualität, sondern spiegeln die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wider, in denen diese Positionen entstanden sind. «
EINBLICKE IN DIE AUSSTELLUNG „YOUNG PORTUGUESE ARCHITECTURE – THE SIXTH GENERATION“
Kontext, Inhalt und kuratorische Handschrift
Die Ausstellung beleuchtet anhand realisierter Projekte die Entstehung einer neuen Generation portugiesischer Architektinnen und Architekten im Kontext veränderter gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedingungen seit der Jahrtausendwende.
Lebensläufe, Zeitstrahl und Entwurfsprozesse machen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Positionen sichtbar und zeigen, dass besonders ephemere Werke dieser Generation erste Möglichkeiten boten, sich zu profilieren.
Die Präsentation ist Teil einer langjährigen Forschung zur portugiesischen Architektur von Carsten Land und ordnet die gezeigten Ateliers in einen größeren Generationszusammenhang ein.
Über den Kurator:
Carsten Land wurde 1969 geboren und studierte Architektur an der RWTH Aachen (Diplom Pieper | Baum). Er denkt, schafft und lebt Architektur im Rheinland und in Portugal, wo er in seinen Lehrjahren auf Architekten wie Norbert Wansleben und Vitor Figueiredo traf.
Er ist Autor verschiedener Schriften über portugiesische Architektur (u.a. Architecture in Lisbon and the South of Portugal since 1974, Editorial Blau, Lisboa 2005) und seit 2007 Verleger (CAPA Edition).
Seit vielen Jahren teilt er sein Wissen regelmäßig in Vorträgen (u.a The Genealogy of Portuguese Architecture am Deutschen Architekturmuseum 2020), auf Exkursionen (seit 1995 u.a. für Hochschulen, Architekturbüros und Berufsverbänden aus Deutschland, Schweiz, Niederlanden und Dänemark) und als Gastkritiker an Hochschulen in Deutschland und Portugal.
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Quellen / Webberichte zur vorherigen Ausstellung 2023/24:
Ausstellungprospekt 2023/24 (PDF)
Ausstellungsbericht bei Architecture Exhibitions
Ankündigung auf portugal-em-nrw.de
Pressedienst Stadtmuseum Düsseldorf (PDF)
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